Berufskrankheitengeschehen

  • Im Bereich der UV der gewerblichen Wirtschaft, der UV der öffentlichen Hand sowie der Schüler-UV ist die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % auf 77.877 Fälle gestiegen.
  • Im Jahr 2018 wurden 78.384 Verfahren abgeschlossen. In 19.748 dieser Fälle wurde das Vorliegen einer Berufskrankheit anerkannt (- 0,2 %) und dabei in 4.813 Fällen auch eine Rente gewährt (- 2,9 %). In weiteren 18.257 Fällen (- 0,2 %) wurde zwar die berufliche Verursachung der Erkrankung festgestellt, die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für die Anerkennung als Berufskrankheit im juristischen Sinne waren jedoch nicht erfüllt. Hierbei kann es sich z.B. bei Hauterkrankungen um die Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit handeln. Dennoch werden in diesen Fällen ggf. im Rahmen von § 3 BKV Leistungen zur Individualprävention bzw. zur medizinischen Rehabilitation erbracht. In 48,5 % der in 2018 abgeschlossenen Feststellungsverfahren wurde die berufliche Verursachung der Erkrankung bestätigt (38.005 Fälle). In den übrigen 40.379 Fällen (+ 2,9 %) hat sich der Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit nicht bestätigt, weil entweder keine entsprechende Gefährdung am Arbeitsplatz nachgewiesen oder kein Zusammenhang zwischen einer solchen Schädigung und der Erkrankung festgestellt werden konnte.
  • Daneben waren im Berichtsjahr 2.435 Todesfälle infolge einer Berufskrankheit zu verzeichnen - überwiegend aufgrund von anorganischen Stäuben, insbesondere Asbest.
2017 2018 Veränderung
in %
Anzeigen auf Verdacht einer BK 75.187 77.877 + 3,58
BK-Verdacht bestätigt 38.080 38.005 - 0,20
davon:
Anerkannte Berufskrankheiten 19.794 19.748 - 0,23
darunter: Neue BK-Renten 4.956 4.813 - 2,89
Berufliche Verursachung festgestellt, besondere versicherungsrechtliche Voraussetzungen nicht erfüllt 18.286 18.257 - 0,16
BK-Verdacht nicht bestätigt 39.250 40.379 + 2,88
Entschiedene Fälle insgesamt 77.330 78.384 + 1,36
Todesfälle infolge einer BK 2.580 2.435 - 5,62