Anwendung reibekörperhaltiger Hautreiniger bei starker Verschmutzung

Kurztitel: IPA-151-Hautreiniger

Laufzeit: 08/2018 - 08/2020

Deskriptoren: Arbeitsbedingte Erkrankungen, Gesundheitsgefahren, Hauterkrankungen

Anlass/Ziel

Bei stärkerer Verschmutzung der Hände wird in Präventionsempfehlungen die Anwendung möglichst milder Hautreiniger (HRM) statt reibekörperhaltige Reiniger empfohlen (TRGS 401). Um das gleiche Reinigungsziel erreichen zu können, müssen milde HRM jedoch mehrfach und mit manuellem Druck und unter Anwendung von Hilfsmitteln (wie Bürsten) verwendet werden. Vergleichende Untersuchungen zum Ausmaß und zur Relation der schädigenden Wirkung von milden HRM im Vergleich zu reibekörperhaltigen, um stärkere Verschmutzungen zu beseitigen, liegen weder national noch international vor. In diesem Projekt soll untersucht werden, welche Auswirkungen einerseits die unterschiedlichen Reinigungsmaßnahmen auf die Haut haben und welche Maßnahme zu bevorzugen ist.

Durchführung

Die jeweilige notwendige Dauer und Intensität des Waschvorganges mit milden und reibekörperhaltigen HRM zur Beseitigung einer exemplarischen Verschmutzung wird zunächst bei einer Studiengruppe ermittelt. In einem weiteren Schritt werden in randomisierten, intraindividuellen Rechts-links Vergleichsuntersuchungen, die Auswirkungen der unterschiedlichen Waschvorgänge mit milden und reibekörperhaltigen HRM auf die Haut mittels klinischer, optischer und hautphysiologischer Verfahren analysiert, wobei auch die Reaktionen bei hautempfindlichen (z.B. atopischen ) Probanden dabei Berücksichtigung finden. Die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse über den Einfluss von Dauer und Intensität der Handreinigung in Bezug auf die Hautverträglichkeit ist für eine gezielte Beratung von Unternehmen zur Prävention von Hauterkrankungen von hoher Bedeutung.

Koordinatorin