Licht und Schichtarbeit

Interventionsstudie zu Beleuchtung und Schichtarbeit

Laufzeit: 2020 - 2022

Projektkürzel: IPA-166-Licht

Deskriptoren: Arbeitsumwelt, Arbeitsbedingte Erkrankungen, Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren,

Ziel
Ziel der Studie ist die Verbesserung der Gesundheit der Beschäftigten durch die Umsetzung circadianer Beleuchtungsstrategie. Dabei sollen kurz- wie längerfristige Effekte von drei Interventionsstrategien an Beschäftigten in der Metallbranche im Rahmen eines Verbundprojekts untersucht werden.

Ausgangssituation
Licht ist für die Konzentrationsfähigkeit und somit für die Vermeidung von Fehlern und Unfällen am Arbeitsplatz wichtig. Ständig wechselnde und unnatürliche Licht-Tagesprofile können jedoch zu einer Desynchronisation der biologischen Tagesrhythmen führen und werden daher mit der Entstehung von Schlafstörungen und einer Reihe von Krankheiten, wie z.B. Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, in Verbindung gebracht. Die Auswirkungen von neuen, dynamischen Beleuchtungssystemen am Arbeitsplatz wurden bisher nur in wenigen arbeitsmedizinischen Studien im Feld untersucht.

Studiendesign
Im Rahmen der Interventionsstudie sollen Beschäftigte sowohl im Dreischichtsystem mit Nachtschichten als auch im Zweischichtsystem mit Früh- und Spätschichten untersucht werden. Dabei sollen drei wichtige Ansätze zur Verbesserung individueller Lichtprofile 1) dynamische Beleuchtung am Tag, 2) dynamische Beleuchtung am Abend und in der Nachtschicht und 3) individualisierte, Lichtempfehlungen geprüft werden.

Die Studie soll praxisrelevante Kenntnisse über die Effekte des Einsatzes dynamischer Beleuchtungssysteme am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung individueller Faktoren der Beschäftigten generieren. Die Intervention wird eine wichtige Datengrundlage für einfache und innovative Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz für Arbeitgeber, Beschäftigte und Entscheidungsträger im Bereich der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz liefern.