Entwicklung von zellbiologischen Methoden

zum Nachweis von Effekten nach Gefahrstoffexposition in Zellsystemen

Projektkürzel: IPA-74-Zellbiologie

Laufzeit: fortlaufend

Deskriptoren: Analyseverfahren, Krebserregende Stoffe, Toxikologie

Anlass / Ziel:

Für die Bewertung von Risiken durch Gefahrstoffe am Arbeitsplatz sind neben arbeitsmedizinisch-epidemiologischen Studien auch Untersuchungen zu Gefahrstoffwirkungen auf zellulärer und molekularer Ebene notwendig. Im Rahmen dieses Projektes werden kultivierte Zellen eines bestimmten Zielgewebes gegenüber Gefahrstoffen exponiert und Veränderungen auf zellulärer Ebene analysiert. So können insbesondere die Wirkungsmechanismen von Gefahrstoffen z. B. durch den Vergleich von behandelten und unbehandelten Zellen, untersucht werden. Die Expositionsbedingungen in solchen Modellsystemen können genau definiert und systematisch modifiziert werden. Beispielsweise ist es möglich, die Effekte einzelner Substanzen, ihrer reaktiven Stoffwechselprodukte oder komplexer Substanzgemische in ihrem Zusammenwirken zu untersuchen. Darüber hinaus können zeitliche Verläufe einzelner Untersuchungsparameter sowie Konzentrations-Wirkungsbeziehungen aufgestellt werden.

Methode:

Entwicklung und Etablierung von Methoden zur Messung von Enzymen des Fremdstoffmetabolismus, der DNA-Reparatur und des Zellzyklus, sowie der Messung und Unterscheidung von programmiertem Zelltod (Apoptose) und Nekrose. Als Modellsysteme für die Methodenetablierung werden zunächst humane Lungenzelllinien und primäre humane Lymphozyten verwendet. Langfristig werden zusätzlich neue Kulturmodelle mit primären Zellen etabliert, um das Spektrum der Untersuchungsparameter zu erweitern.

Weiterführende Informationen (PDF, 93 kB)