Partikelinhalation

Projektkürzel: IPA-108-Partikelinhalation

Projektlaufzeit: fortlaufend

Deskriptoren: Arbeitsbedingte Erkrankungen, Gefahrstoffe

Ziel des Projektes:

Mit dem Projekt sollen im IPA die Voraussetzungen für standardisierte humane Partikelinhalationsstudien hinsichtlich der technischen Realisierung (technischer Teil) und der Erfassung von Gesundheitseffekten (medizinischer Teil) langfristig etabliert werden. Partikelförmige Expositionen sind am Arbeitsplatz sehr häufig und stehen im Fokus zahlreicher aktueller Diskussionen um atemwegstoxische Substanzen. Als Beispiele seien hier Quarz, Schweißrauche, Metalle, Dieselmotoremissionen und granuläre biobeständige Stäube (GBS) genannt. Von der MAK-Kommission wurde ein neuer Grenzwert für GBS von 300 µg/m3 vorgeschlagen. Die Festlegung basierte aber nicht auf Human- sondern ausschließlich auf tierexperimentellen Daten. Auch für die Festlegung weiterer Grenzwerte für Partikel wird derzeit auf tierexperimentelle Daten zurückgegriffen (aktuelles Beispiel: Dieselmotoremissionen), da belastbare Humandaten nicht vorliegen. Zudem werden Gefährdungen durch Nanostäube zunehmend diskutiert. Sowohl MAK-Kommission als auch AGS haben die Notwendigkeit einer entsprechenden Forschung nachdrücklich unterstrichen.

Umsetzung des Projekts:

Es werden die technischen Voraussetzungen für entsprechende Humanstudien im Expositionslabor geschaffen. Als Modellsubstanz wird zunächst Zinkoxid untersucht. Nach der Integration des Generators in die Klimaanlage des Expositionslabors und der Durchführung aller relevanten Messungen kann eine Aussage darüber getroffen werden, bis zu welcher maximalen ZnO-Konzentration exponiert werden kann, welche Partikeleigenschaften realisierbar sind (Anzahl und Durchmesser) und wie sich die Langzeitstabilität sowie die Homogenität des Aerosols in der Expositionskammer verhält. Es wird eine systematische Literaturrecherche zu pulmonalen und kardiozirkulatorischen Effektparametern durchgeführt.

Kooperationspartner:

  • Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM, Hannover)
  • Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA, St. Augustin)
  • Institut für Gefahrstoff-Forschung der BG RCI (IGF, Bochum)
  • Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA, Duisburg)


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