Krebsrisiko im Feuerwehrdienst

Humanbiomonitoring von Feuerwehreinsatzkräften bei Realbränden

Laufzeit: 01/2018 – 12/2019

Projektkürzel: IPA-143-HBM-Feuerwehr

Deskriptoren: Arbeitsumwelt, Gefahrstoffe, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren, Primärprävention

Ziel:
Mit Hilfe dieses Projektes soll geklärt werden, ob und wenn ja, wie viel von krebserzeugenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) im Feuerwehreinsatz bei der Brandbekämpfung über die Haut von Feuerwehreinsatzkräften aufgenommen wird.

Ausgangssituation:
In Deutschland gibt es ungefähr 40.000 hauptamtliche und 1,3 Millionen ehrenamtliche Feuerwehreinsatzkräfte. Diese sind bei ihren Einsätzen einer Vielzahl von Gefährdungen ausgesetzt. Diese Studie soll einen Einblick in die reale Expositionssituation von Feuerwehreinsatzkräften geben und als Grundlage für die Anpassung der Zentralen Expositions-Datenbank (ZED) dienen. Ergänzend dazu ist es auch wichtig, die Kontaminationen bzw. deren Einwirken auf die Einsatzkräfte selbst zu minimieren. Dieses Projekt soll helfen, Strategien und Verhaltensweisen zu entwickeln, um eine wirksame Expositionsvermeidung im Einsatzalltag zu erreichen. Langfristig sollen dadurch berufsbedingte bzw. durch die ehrenamtliche Tätigkeit erworbene Krebserkrankungen vermieden werden.

Studiendesign:
Diese Studie ist als Querschnittstudie angelegt. Die Studienteilnehmer werden dafür an einem definierten Zeitpunkt untersucht, um die akute Exposition gegenüber PAK bei realen Brandeinsätzen zu erfassen. Als Parameter für die chronische Belastung gegenüber krebserzeugenden Gefahrstoffen, wird die Exposition gegenüber Dioxine gemessen. Zudem werden einige Einsatzkräfte Baumwollwäsche unter der persönlichen Schutzausrüstung tragen, um die Kontamination der Haut zu erfassen. Nach dem Einsatz werden die gespendeten Urine auf PAK Stoffwechselprodukte untersucht. Insgesamt werden die Brandeinsätze in sieben verschiedenen Einsatzszenarien unterteilt. Die Expositionsverteilung innerhalb eines Szenarios und zwischen den Szenarien wird ermittelt. Insgesamt werden 250 Feuerwehreinsatzkräfte untersucht.

Umsetzung:
Im Projekt sollen insbesondere Strategien und Verhaltensweisen entwickelt bzw. auf den Bereich der Feuerwehr übertragen werden. Das Ziel ist eine wirksame Expositionsvermeidung im Einsatzalltag zu erreichen. Langfristig sollen dadurch berufsbedingte bzw. durch eine ehrenamtliche Tätigkeit verursachte Krebserkrankungen vermieden werden.

Kooperationen

  • Fachbereich Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz (FB FHB) der DGUV
  • Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA)
  • Abteilung Sicherheit und Gesundheit (SiGe) der DGUV
  • Unfallkasse Baden-Württemberg
  • Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
  • Unfallkasse Berlin
  • Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord
  • Feuerwehr-Unfallkasse Mitte
  • Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen
  • Berufsgenossenschaft RCI
  • Berufsgenossenschaft BAU
  • Feuerwehr Hamburg
  • Berliner Feuerwehr
  • Feuerwehr Bremen
  • Feuerwehr Bochum
  • Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
  • Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF)
  • Berufsverband Feuerwehr e.V.
  • Ver.di
  • FeuerKrebs gUG

Projektkoordination


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